Was macht Zusammenarbeit richtig gut?

Furchtbare oder fruchtbare Zusammenarbeit?

Formal ist es nur ein kleiner Buchstabendreher – in ihrer Bedeutung liegen Welten zwischen furcht- und fruchtbar. Was macht Zusammenarbeit richtig gut – mal abgesehen vom kleinen »r« an der richtigen Stelle?

Zufällig ist mir das Thema »Zusammenarbeit« kürzlich in einem anderen Blogbeitrag über den Weg gelaufen. Anfangs unreflektiert: Ich habe den Entstehungsprozess einer Imagebroschüre geschildert. Beim Schreiben ist mir klargeworden, dass das Ergebnis u.a. so gut ist, wie es ist, weil alle Beteiligten sich Zeit für den Austausch miteinander genommen haben. An diesen Gedanken möchte ich anknüpfen.
(Wie das genau war und wie die Broschüre geworden ist: Hier geht es zum Beitrag.)

Ist »Zeit« der Schlüssel zu richtig guter Zusammenarbeit?

Sich Zeit für die gemeinsame Aufgabe zu nehmen ist für mich der Türöffner zu richtig guter Zusammenarbeit. Es braucht ein klar definiertes Ziel, ein offenes Gespräch, konstruktiven Austausch. Ein gemeinsames Weiterdenken statt sich mit dem ersten Lösungsansatz zufrieden zu geben. Ein Ausarbeiten und Feinschliff. So ein Prozess erfordert Konzentration – und Zeit.

Das Gegenteil ist ein »zwischen Tür und Angel«: jemandem schnell eine Aufgabe oder eine Information zurufen und erwarten, dass der andere fix von dem, womit er gerade beschäftigt ist, umschaltet und reagiert. Klar kann das mal vorkommen – als Arbeitsweise taugt es nicht. Für mich jedenfalls nicht.

7 Fragen zur Zusammenarbeit – ein Bekenntnis

Dieser Artikel ist Teil einer Blogparade. In Ihrem Aufruf dazu stellt Angelika Neumann anregende Fragen zum Thema Zusammenarbeit, die ich – größtenteils bezugnehmend auf mein Teilthema »Zeit«, beantworten möchte.

Ein Interview mit mir selbst.

Was ist gute Zusammenarbeit für mich?
Eine Aufgabenstellung aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten, zusammenschmeißen, weitergehen – unvergleichlich besser sein. Miteinander lachen können.

Wie kann ich die tägliche Zusammenarbeit verbessern?
Den anderen nicht als selbstverständlich sehen. Absprachen treffen, je detaillierter desto besser. Aufgeräumt miteinander umgehen: gut vorbereitet, professionell, reflektiert.

Worauf lege ich in der Zusammenarbeit besonders viel Wert?
Zuverlässigkeit.

Was ist mein No Go?
Mutwillige Zeitverschwendung: Wenn mein Gegenüber unangemessen zu spät kommt oder aus dem Meeting rennt um wer-weiß-was schnell zu erledigen und ich nicht weiß, wie mir geschieht.

Was sollte auf gar keinen Fall passieren, wenn man eine gute Zusammenarbeit will?
Konflikte verschleppen. Faule Kompromisse schließen. Beides fliegt einem früher oder später um die Ohren.

Was ist mein Top Tipp?
Ich glaube, so etwas wie einen Top Tipp gibt es nicht. Es arbeiten immer Menschen mit Menschen zusammen – und jeder Jeck ist anders. Es hilft nur die Auseinandersetzung mit sich selbst und seinen eigenen Ansprüchen an eine Teamarbeit. Was kann ich einbringen, womit kann ich mich arrangieren und was geht nicht.

Wie lautet mein Fazit?
Es lohnt, sich Gedanken darüber zu machen, was richtig gute Zusammenarbeit für einen ganz persönlich bedeutet. Das ermöglicht, diese Parameter auf Situationen zu übertragen, die vielleicht nicht gerade vollkommen sind. Und richtig gute – erfolgreiche – Zusammenarbeiten gebührend zu schätzen.

Kommentare

  • Kommentar von: Christiane

    Genau so is des! Da kann ich nur beipflichten.

    • Kommentar von: Sandra W

      Danke, liebe Christiane.

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