Das Bild zeigt eine Tänzerin. Um sie herum. Sind Linien gespannt, die auf Ausrichtung und Achsen hinweisen und gleichzeitig sehr grafisch sind. Denn darum geht es in diesem Artikel: Um den Vergleich von Ballett und Design. Was also hat das Balletttraining mit dem Designprozess gemeinsam? Für mich der wichtigste Punkt: Die Haltung! Wir denken (uns) groß und stehen doch fest auf dem Boden – sei es auf einem oder beiden Beinen. Beide Disziplinen starten mit dem Aufwärmen. Beim Ballett geht das so: Wir beginnen das Training an der Stange. Mit der immer gleichen Abfolge von Übungen. Dabei geht es um Präzision, Achsen, Ausrichtung. Wenn ich anfange zu arbeiten ist es ähnlich. Ein konkretes Beispiel: Beim Aufbau einer Musterseite für eine Broschüre erstelle ich zuerst ein Raster. In diesem Raster sind Textspalten, Abstände und immer wiederkehrende Elemente wie Logo und/oder Seitenzahlen angelegt. Ein Grundlayout ist wichtig, damit die Broschüre einheitlich wirkt. Achsen bestimmen beim Gestalten die Dynamik einer Doppelseite. Wie ist die Verteilung von Bild und Text? Wird die Blickrichtung von unten links nach oben rechts gelenkt, dann wirkt es spannungsvoll. Entsteht durch die Verteilung der Elemente eine abfallende Diagonale passiert das Gegenteil. Und zuletzt die Ausrichtung. Meint: Wie stehen die einzelnen Elemente auf der Seite zueinander? Verwende ich z.B. 2 Porträtfotos auf einer Doppelseite, treffe ich eine Aussage mit deren der Anordnung. Schauen sich die beiden an? Sind sie gleich groß? Ballett bedeutet ganz viel Technik und Statik, die durch Details gebrochen wird, damit das Ganze nicht zu steif wirkt. Langsam wird es klarer, oder? Nichts anderes machen wir im Design. Technik erarbeiten. Wir nennen es Konzept. Verlagerung – Spielbein, Standbein. Übertragen ist es der Umgang mit festgelegten Gestaltungselementen und der Balance von einheitlicher Gestaltung und dem Ausbrechen aus dem Raster. Akzente setzen, damit das Ganze nicht zu steif wirkt. Und bei beiden Disziplinen gilt: »No pain, no game.«

Über Strenge und Schönheit – Ballett und Design im pas de deux.

Ballett und Design im Vergleich: Les deux, meine beiden Leidenschaften. Auf den ersten Blick so unterschiedlich, entdecke ich immer mehr Gemeinsamkeiten.

No. 1: Grafik-Design. Im Job entwickle ich Bildsprachen, Corporate Designs. Ich gestalte Broschüren, konzipiere Webseiten und und und. No. 2: Tanz. In meiner Freizeit verbringe ich viel Zeit im Ballettsaal. Dort kam mir der Gedanke zu diesem Cross-Over.

Was also hat das Balletttraining mit dem Designprozess gemeinsam?

Für mich der wichtigste Punkt: Die Haltung! Wir denken (uns) groß und stehen doch fest auf dem Boden – sei es auf einem oder beiden Beinen.

Beide Disziplinen starten mit dem Aufwärmen. Beim Ballett geht das so: Wir beginnen das Training an der Stange. Mit der immer gleichen Abfolge von Übungen. Dabei geht es um Präzision, Achsen, Ausrichtung. Wenn ich anfange zu arbeiten ist es ähnlich. Ein konkretes Beispiel: Beim Aufbau einer Musterseite für eine Broschüre erstelle ich zuerst ein Raster. In diesem Raster sind Textspalten, Abstände und immer wiederkehrende Elemente wie Logo und/oder Seitenzahlen angelegt. Ein Grundlayout ist wichtig, damit die Broschüre einheitlich wirkt. Achsen bestimmen beim Gestalten die Dynamik einer Doppelseite. Wie ist die Verteilung von Bild und Text? Wird die Blickrichtung von unten links nach oben rechts gelenkt, dann wirkt es spannungsvoll. Entsteht durch die Verteilung der Elemente eine abfallende Diagonale passiert das Gegenteil. Und zuletzt die Ausrichtung. Meint: Wie stehen die einzelnen Elemente auf der Seite zueinander? Verwende ich z.B. 2 Porträtfotos auf einer Doppelseite, treffe ich eine Aussage mit deren der Anordnung. Schauen sich die beiden an? Sind sie gleich groß?

Im Ballett gilt es, neben technischer Ausführung, Akzente zu setzen und Leichtigkeit auszudrücken. ….. auch wenn es noch so anstrengend ist. Bei mir funktioniert das, wenn ich genau weiß, wie der nächste Schritt aussieht. Visualisiere. Gewichtverlagerung ja/nein – wohin? Wo will ich hin, welche Spannung brauche ich dazu. Habe ich die Kraft? Oftmals DER Moment für mich: Balance halten. Klappt’s? Für den Nicht-Ballett-Trainierenden: meist stehen wir dabei auf einem Bein, das andere macht was ganz anderes, die Arme sind über dem Kopf. Das Standbein steht auf Zehenspitzen, im »relever«.

Ballett bedeutet also ganz viel Technik und Statik, die durch Details gebrochen wird, damit das Ganze nicht zu steif wirkt. Langsam wird es klarer, oder? Nichts anderes machen wir im Design. Technik erarbeiten. Wir nennen es Konzept. Verlagerung – Spielbein, Standbein. Übertragen ist es der Umgang mit festgelegten Gestaltungselementen und der Balance von einheitlicher Gestaltung und dem Ausbrechen aus dem Raster. Akzente setzen, damit das Ganze nicht zu steif wirkt.

Und bei beiden Disziplinen gilt: »No pain, no game.«

Kommentare

  • Kommentar von: Birgit Michel

    Liebe Sandra… Ein wirklich interessanter BLICK… der sich auf viele andere Lebensbereiche anwenden lässt … Danke, dass Du mich beim AUFWÄRMEN begleitest.

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